Unsere Kirchengemeinde ist für vier Immobilien verantwortlich: das Pfarrhaus, das Gemeindehaus, die Kirche und den Friedhof. Am 22.3 berät der Kirchenvorstand und der Bauausschuss mit Herrn Architekt Kern aus Mindelheim über ein Konzept, wie diese vier Immobilien weiter zu entwickeln sind.
Das Pfarrhaus wurde vor unserem Einzug 2008 energetisch saniert. Dennoch zeigt sich, dass damals einige Aspekte nicht bedacht worden sind. So führt der Zugang der Pfarrfamilie zum Garten durch ein Teil des früheren Gemeindesaals, der durch eine Trennwand von der jetzigen Kinder- und Jugendbücherei abgetrennt ist. Es handelt sich dabei nur um wenige Quadratmeter, deren Nutzung aber den jetzigen Büchereiraum aufwerten würde. Eine bauliche Veränderung ist jedoch erst bei einem Pfarrerwechsel möglich. Dennoch sollte man bereits jetzt eine neue bauliche Konzeption des Erdgeschosses des Pfarrhauses ins Auge fassen.
Beim Gemeindehaus ist eine Renovierung überfällig. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Überlegungen zu einer Erweiterung angestellt. Da wir die Kosten aber weitgehend selber tragen müssten, fokussieren wir uns nun auf eine Minimalrenovierung. Dazu wird Herr Architekt Kern einen Kostenvoranschlag vorlegen, der folgende Bereiche umfassen wird: Neugestaltung Küche und Toiletten, neues Mobiliar für den Gemeindesaal, sowie sonstige   notwendige Baumaßnahmen. Außerdem brauchen wir brauchen eine neue Spül- und Kaffeemaschine.
Die Kirche wurde ja 2001/2 renoviert, so dass hier kein aktueller Bedarf besteht. Der Einbau der neuen Mikrophonanlage ist fast abgeschlossen.  Allerdings überlegen wir seit längerem, wie der Innenraum besser für die heutigen Bedürfnisse gestaltet werden könnte. Die Erfahrung zeigt, dass das Gespräch unmittelbar nach dem Gottesdienst beim Kirchkaffee für den Gemeindeaufbau sehr wichtig ist. Den Kirchkaffe direkt in der Kirche anzubieten brächte viele Vorteile, dazu müssten wir aber die jetzige „Bebankung“ ändern.
Der Friedhof soll sich nach Maßgabe der Landeskirche wirtschaftlich selber tragen. Allerdings ist ja unser Friedhof baulich mit dem Kirchhof identisch. Es ist deshalb nicht immer ganz einfach wie die finanziellen Lasten für den Unterhalt zwischen dem Friedhof und Kirchengemeinde aufzuteilen sind. Eine finanzielle Analyse erbrachte, dass die bisherigen Gebühren noch zu niedrig sind, um die reinen Friedhofskosten zu finanzieren. Noch nicht eingerechnet sind hierbei jedoch notwendige Investitionen, die der Friedhof zu mindestens anteilig finanziell  tragen müsste, wie z.B. einen behindertengerechten Zugang (als Rampe oder Lift), und eine umfassende Renovierung der Friedhofsmauer. Wir sind hier noch am rechnen und planen, aber es zeichnet sich ab, dass, wenn man diese zusätzlichen Ausgaben einrechnet, wir uns den städtischen Gebühren annähern werden. Noch sind wir wesentlich günstiger als der städtische Friedhof, aber es steht zu befürchten, dass wenn dieser Wettbewerbsvorteil entfällt, sich mehr Menschen für den städtischen Friedhof entscheiden werden. Dies aber würde unsere Belegungsquote und damit die von der Landeskirche geforderte Wirtschaftlichkeit negativ beeinflussen.
Jede Baumaßnahme oder Renovierung kostet Geld und wir wären in jedem Fall auf Spenden angewiesen. Deswegen gilt es abzuwägen und zu planen, wo wir am Besten ansetzen, damit wir alle Gelder möglichst nachhaltig verwenden. Auch gilt es unsere Planungen mit dem „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK) zu koordinieren.